Reise in Gaddafis Hirn
Von Follath, Erich
Hillary Clinton glaubt zu wissen, wie Muammar al-Gaddafi, 68, enden wird: von der Macht vertrieben, von seinen Vertrauten verlassen, fern der Heimat. Die amerikanische Außenministerin kolportierte schon vor Tagen, der Diktator erwäge seine Flucht: "Ich habe Informationen darüber, dass Leute in seinem Namen die Fühler ausstrecken." In Rom philosophierte Außenminister Franco Frattini zuvor sogar von einer möglichen "italienisch-deutschen Initiative" Richtung Diktatoren-Exil. Aber welches Land würde den Despoten aufnehmen - jenseits so wenig attraktiver Plätze wie Uganda, das schon ein Angebot machte? Wer würde ihn empfangen? Sein schillernder, autoritär regierender Freund Hugo Chávez in Venezuela, Europas letzter Diktator Alexander Lukaschenko in Weißrussland oder doch ein weiser, über jeden Kungelverdacht erhabener Staatsmann wie Nelson Mandela in Südafrika?
Solche Details bleiben die Chefin des State Department und ihr italienischer Amtskollege bislang schuldig. Vielleicht gibt es solche Informationen zur Flucht auch gar nicht, weil es den Willen zur Flucht nicht gibt. Womöglich ist die Asyl-Geschichte Teil einer psychologischen Kriegführung, denn kaum etwas dürfte Gaddafi mehr fürchten, als dass er zum Feigling, zum Davonläufer abgestempelt wird. "Wir geben nicht auf! Wir kämpfen bis zum letzten Blutstropfen!", schwor er bei seinen Auftritten.
Jerrold Post, Professor für Psychiatrie, Politische Psychologie und Internationale Politik an der George Washington University, glaubt ihm die Durchhalteparolen. Seiner Auffassung nach hat sich Libyens Despot die meiste Zeit seines Lebens "schlau wie ein Fuchs" verhalten. Die Schlussfolgerung des Professors: "Ein hochgradig narzisstischer Führer wie er, besessen von Träumen des Ruhms, neigt kaum zur Altersmilde. Er wird nicht Selbstmord begehen oder sich in ein bequemes Exil davonschleichen."
Post gilt als Kapazität. Bevor er sich ins akademische Leben zurückzog, war er 21 Jahre lang eine Art Polit-Profiler der CIA. Er hat für Amerikas Präsidenten Psycho-Porträts ausländischer Staatsmänner erstellt, vor allem von Diktatoren wie Manuel Noriega oder Saddam Hussein. Die Analysen blieben weitgehend geheim, "for the President's eyes only", sie sollten den Chefs im Weißen Haus Entscheidungshilfen geben. Es ist anzunehmen, dass Posts Stelle längst wieder besetzt wurde. Die Fallstudien-Analytiker beim US-Geheimdienst verfügen, anders als der heute auf öffentliche Quellen angewiesene Professor, über alle Details aus dem Umfeld Gaddafis, neueste Botschaftsberichte, Einschätzungen von Überläufern wie seinem gerade geflohenen Außenminister Mussa Kussa, aber auch von Feinden, Informationen aus seinem persönlichen Umfeld und sämtliche Details seines Lebenslaufs.
Sie sollen den Diktator sozusagen aus der Entfernung auf die Psychiatercouch legen. Seine Verhaltensmuster entschlüsseln. Beurteilen, was es heißt, wenn er von "Brüderlichkeit" und "Waffenstillstand" spricht. Voraussagen, was er zu tun gedenkt und wie man seine Pläne beeinflusst. Anders formuliert: Sie sollen in Gaddafis Kopf kriechen, sein Gehirn bereisen, seine Gedanken lesen. Aber ist so etwas möglich? Kann dieses Profiling, ansonsten angewendet bei Serienmördern in der Kriminologie und dort oft umstritten, mehr sein als eine faszinierende Spielerei - und wie gehen die Geheimdienst-Analytiker beim Erstellen ihrer Persönlichkeitsstudien vor?
Von meinen Gesprächen mit Jerrold Post weiß ich, dass die Experten mit Typologien arbeiten, um daraus Vergleiche, Einordnungen und Gesetzmäßigkeiten zu gewinnen, zum Beispiel historisch gemeinsame Merkmale von Gewaltherrschaft. Politische Einblicke in das Wesen jeder Diktatur sind ihnen dabei ebenso wichtig wie Erkenntnisse der Psychiatrie, Einblicke in das möglicherweise krankhafte Charakterbild eines Diktators. Schlichter gesagt: Es geht darum herauszufinden, ob Gaddafi, Kim & Co. paranoid und irre sind oder in ihrer Grausamkeit berechenbar und damit möglicherweise auch steuerbar.
Um ihre Macht zu erhalten und zu zementieren, greifen Diktatoren zu immer wiederkehrenden Mustern: Sie konstruieren einen Kampf "wir" gegen "die"; viele überhöhen das religiös, sprechen von "uns Gläubigen", von der Aufgabe, "die Ungläubigen" zu bekämpfen. Ebenso lassen sich Mechanismen beim Niedergang von Alleinherrschern beobachten, fast unabhängig davon, ob sie einmal als populäre Volkstribune gestartet waren oder gleich als grausame Tyrannen. Fidel Castro beispielsweise entledigte sich nach und nach all seiner Mitrevolutionäre, die seine Amtsführung zu kritisieren wagten. Er erlag dem Wahn, jeden und alles in Kuba überwachen zu wollen. Andere, brutalere Führer erkannten aus Mangel an Korrektiven nicht einmal, wie schnell und umfassend ihre Macht zerbröckelte - etwa Manuel Noriega in Panama oder Ferdinand Marcos auf den Philippinen. Sie vertrauten bis zum Schluss ihrem System der Selbstbereicherung und Selbstbeweihräucherung und landeten so schließlich auf dem Müllhaufen der Geschichte.
Die Profiler in der CIA-Zentrale von Langley vergleichen auch Lebensläufe von Diktatoren - und erkennen dabei erstaunliche Übereinstimmungen. Geburt in Armut; ein frühzeitiger Abschied von einer Familie ohne Nestwärme und der Drang, das erlittene Unrecht zu kompensieren; politische Agitation, Gefängnis; skrupellose Manipulationen bei der Machtübernahme; Aufbau eines allumfassenden Sicherheitsapparats, brutales Ausschalten von Gegnern; Appell zur Zusammengehörigkeit an die Massen, basierend auf einer nationalen Ideologie; ein immer weiter um sich greifender Personenkult; interne Probleme, die durch einen Schlag nach draußen überdeckt werden sollen: Das ist die Kurzbeschreibung der überraschend ähnlichen Diktatorenkarrieren von Adolf Hitler über Josef Stalin bis Saddam Hussein. Auch bei Gaddafi spielt die Gleichsetzung von persönlicher Demütigung und nationaler Schmach offensichtlich eine verhängnisvolle Rolle.
Das Mandat des Uno-Sicherheitsrats von Mitte März definiert den Schutz der Zivilbevölkerung vor den möglichen Massakern der Gaddafi-Truppen ziemlich vage. Die Allianz der Willigen hat die Soldaten des Diktators, die gegen die Rebellen vorgerückt waren, in den vergangenen beiden Wochen immer wieder bombardiert und so die Resolution 1973 extensiv ausgelegt. Ein "Regime Change", ein mit militärischen Mitteln herbeigeführter Sturz Gaddafis, ist durch das Mandat allerdings nicht abgedeckt - es wäre für die libysche Opposition kaum wünschenswert, würden Ausländer den Tyrannen stürzen. Allerdings steht dem ein anderer Alptraum gegenüber: Gaddafi hält sich im westlichen Landesteil Libyens weiter an der Macht, erzwingt über die kommenden Jahre eine aufwendige internationale Überwachung der Flugverbotszone und richtet unter tatsächlichen oder vermuteten Regimegegnern in Tripolis ein Blutbad an. Vielleicht auch aus Angst vor einer solchen Entwicklung diskutierten die Westmächte vergangene Woche lautstark, ob sie Gaddafis Gegner nicht auch noch bewaffnen sollten. Womöglich lässt sich der Diktator in seinem Bunker ja doch noch einschüchtern. Jede Form der psychologischen Kriegführung erscheint im Augenblick als probates Mittel.
Wer sich auf Gaddafis Willen zum Machterhalt einstellen will, muss wissen, womit er zu rechnen hat. Auch deshalb kann man davon ausgehen, dass die Profiler von Langley jetzt mit Hochdruck an der Akte Gaddafi arbeiten. Dass sie einige Schlüsselerlebnisse und Wegscheiden seines Lebens herausarbeiten und daraus für die Zukunft schlussfolgern. Wenn ich mein zweistündiges Interview mit Gaddafi in dessen Wüstenzelt vom Dezember 1990, die Recherchen zu meinem Buch "Die letzten Diktatoren" und Professor Posts bisherige Aufzeichnungen über den Alleinherrscher als Ausgangspunkt nehme, könnten die von den Experten hervorgehobenen Lebensabschnitte so gewertet werden:
H ass auf andere, Halt im Wüstenerlebnis: die Jugend
Entscheidende Ereignisse für den Clan finden bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt - lange vor Muammars Geburt. Gaddafis Großvater gehört zu den über 100 000 Libyern, die den Kampf gegen die brutale Besatzungsmacht Italien nicht überleben. Der verhasste Benito Mussolini nennt das Land verächtlich "eine große Büchse Sand" und schmückt sich trotzdem mit dem Titel "Schutzherr des Islam". Die Kolonialherren verhindern zwischen 1911 und 1943 gezielt, dass Einheimische in Führungspositionen aufrücken, was Gaddafi später immer als persönliche Anklage formulieren wird, obwohl das seine Familie nicht betraf, denn deren Chancen und Ambitionen waren sehr begrenzt, keiner aus dem Clan konnte lesen. Südlich der Provinzstadt Sirt wird im Verlauf des Jahres 1942, sicher ist das Datum nicht, der Nomadenfamilie ein Sohn geboren, ein Stammhalter nach drei Töchtern. Sie nennen ihn "Der, dem ein langes Leben beschieden ist".
Der Vater ist oft auf den Märkten und bleibt weitgehend unsichtbar; dem Jungen mit seiner starken Mutterbindung werden in dem eher weiblichen Haushalt frühzeitig zentrale Aufgaben aufgetragen. Mit neun erst kommt er in die Schule der Kleinstadt, interessiert sich besonders für Geschichte, für die Rache an Italien. Bei den Mitschülern gilt der mittellose Hirtenjunge, der in einer Moschee nächtigt, als Außenseiter, die Kleinstadt bleibt ihm so fremd wie später die Metropole. Als er zehn Jahre alt ist, putschen im Nachbarland Ägypten junge Offiziere, darunter auch Gamal Abd al-Nasser, und dessen Hass auf jede Form von Fremdherrschaft überträgt sich auf den heranwachsenden Libyer. Der Panarabist Nasser, der es gegen alle Widerstände und Wahrscheinlichkeiten an die Staatsspitze geschafft hat, entwickelt sich zu Gaddafis Idol. Die Nähe zur Wüstenlandschaft, die Identifikation mit Außenseitern und der Kampf gegen Erniedrigung prägen Gaddafi von Anfang an.
Karriere mit Größenwahn: "Grünes Buch" und Weltrevolution
Die beste Chance für den Aufstieg des ehrgeizigen jungen Mannes ist das Militär. Gaddafi macht sich bald als feuriger Redner einen Namen, die Monarchie unter dem schwachen König Idris I. erweist sich als so verrottet, dass der Putsch den jungen Offizieren leichtgemacht wird. Erst 27 und schon an der Macht, will der Oberst alles Vorhandene über Bord werfen. Selbstbewusst und mit einem unwiderstehlichen Drang, seine Erkenntnisse zu verabsolutieren, entwirft er mit seinem "Grünen Buch" eine "Universaltheorie", die "endgültige Lösung der Regierungsprobleme". In einer merkwürdigen Form der direkten Demokratie sollen Volkskongresse über das Land herrschen.
Was in den ersten Jahren wegen Libyens neuen Ölreichtums noch einigermaßen funktioniert, entwickelt sich aber bald zur korrupten Vetternwirtschaft, von der vor allem die Gaddafi-Kinder profitierten. Dem Mann mit dem ausgeprägten Selbstbewusstsein, mit dem Drang zur Weltgeltung, genügt es bald nicht mehr, nur über 6,5 Millionen Libyer zu herrschen.
Gaddafi versucht, einige arabische Staaten zu einem Großreich zusammenzuschließen, scheitert damit aber kläglich. Dann beginnt er, so ziemlich alle terroristischen Organisationen der Welt zu finanzieren, von der IRA in Nordirland über die Roten Brigaden in Italien bis zur Farc in Kolumbien und dem palästinensischen Schwarzen September. Er sieht sie ausnahmslos als Underdogs, deren Kampf gegen die Großen und Mächtigen legitim war - seine Form, die Übergriffe der übermächtigen italienischen Kolonialmacht auf Libyen wieder und wieder zu rächen. Rücksichtslos verfolgt er Regimegegner auch im Ausland, lässt eine Discothek in Berlin in die Luft jagen, einen PanAm-Jumbo über dem schottischen Lockerbie vom Himmel holen. Die Bombardierung seiner Residenz durch die Amerikaner 1986 führte zu depressiven Schüben wie überschäumender Begeisterung: Schlimmer, als von der Supermacht bestraft zu werden, ist es für Gaddafi, von den USA ignoriert zu werden. Ein Manipulator, der gern und wenn nötig mit allen Mitteln in der ersten Welt-Liga mitspielen will.
Als der libysche Diktator 2003 nach der Entdeckung seines Atomwaffenprogramms allen Massenvernichtungswaffen abschwört und sich dem Westen als Geschäftspartner anbietet, scheint sein Paria-Dasein beendet. Aber die Läuterung erweist sich als vorübergehend. Gaddafi braucht die Konfrontation, um sein Ego zu befriedigen, seine Bedeutung zu bestätigen.
Auftritt vor der Weltgemeinschaft: das Vermächtnis
Kennzeichnend für Gaddafis Sendungsbewusstsein ist die bizarre Rede vor den Vereinten Nationen im September 2009 - seine erste dort und mit ziemlicher Sicherheit auch seine letzte. Er benimmt sich entlarvend, wie ein ungezogenes Schulkind, das so tut, als gehörte ihm die Schule und es könnte sich deshalb alles leisten. Er zerreißt Seiten der Uno-Charta und nennt den Sicherheitsrat einen "Terrorrat". Gaddafi überzieht seine Redezeit von 15 Minuten um das Sechsfache. Verblüffte Saaldiener stellen später fest, dass er sich auf dem Uno-Mobiliar verewigt hat: "Wir sind hier!", hat er in Englisch und Arabisch niedergekritzelt.
In meinem Gespräch im Zelt von Tripolis hat Gaddafi damals gesagt: "Wie soll ich denn in dieser kranken Welt als Einziger wie ein Gesunder agieren?" Und später machte er gegenüber dem britischen Magazin "Economist" klar: "Ich habe Libyen geschaffen. Wenn ich will, kann ich es auch wieder zerstören."
Professor Post ist überzeugt davon, Gaddafi glaube an seine immer wieder vorgetragene Behauptung, dass ihn sein Volk liebe; schließlich habe er subjektiv alles in seiner Macht Stehende für die Libyer getan, sich sozusagen für sie und ihre Belange geopfert. "Am besten kann man ihn als Borderline-Persönlichkeit beschreiben. Unter Stress kann seine Wahrnehmung verzerrt, seine Urteilsfähigkeit fehlerhaft werden. Und zurzeit ist er unter mehr Stress denn je."
Entgegenkommen scheint Gaddafi immer als Schwäche zu begreifen; als in den Nachbarstaaten Tunesien und Ägypten die Revolutionen losgehen, sieht er sofort die Gefahr eines Überschwappens auf sein Land. Er schlägt brutal zu, kein Lustfolterer wie einst Ugandas Idi Amin, sondern einer, der Gewalt bis hin zum Massaker mit der Kühle eines Chirurgen einzusetzen bereit war und wohl noch immer ist.
Die CIA-Profiler müssen sich mit ihrer Akte Gaddafi beeilen, der Endkampf um Libyen rückt näher. Es heißt, frühere US-Präsidenten wie Jimmy Carter und Bill Clinton hätten die CIA-Psychoprofis oft und gern herangezogen; von Barack Obama ist das nicht bekannt. Dass, beispielsweise, Saddam Hussein und der Koreaner Kim Jong Il für denselben Lieblingsfilm schwärmten, dass dieser Film ausgerechnet Coppolas Mafia-Epos "Der Pate" ist - ein hübsches Detail, aber wie viel Erkenntnisgewinn bringt so etwas wirklich?
Angewiesen sind die Gaddafi-Profiler dafür wohl vor allem auf Gaddafis eigene Worte. Er mag gegenüber ausländischen Politikern getrickst, Journalisten schamlos angelogen haben. Was er aber selbst aufgeschrieben hat, ist zumindest seine subjektiv empfundene Wahrheit. Das "Grüne Buch" ist sein politisches Manifest. Seine kaum bekannten Essays aber sind ein persönliches Vermächtnis, sein Seelenstriptease. In dem Band mit dem merkwürdigen Titel "Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde, und der Selbstmord des Astronauten" erzählt Libyens starker Mann in fiktiver Form von Gott und der Welt - vor allem von sich selbst: von seinen Hoffnungen und seinem Horror, seinen Absichten und seinen Alpträumen.
In einem der zwölf Essays spricht sich Gaddafi Mut zu für einen Endkampf: "Die richtige Haltung ist die Konfrontation. Flucht, und sei es ins Ausland, rettet nicht vor dem Tod." Er distanziert sich von seinem Volk, fühlt sich von vielen unverstanden, er ist der ewige Wüstensohn, der das Häusermeer hasst, "diesen Friedhof der sozialen Bindung": "Ja, ich liebe und fürchte die Massen. Was suche ich also, der herumschweifende arme Beduine, in einer modernen verrückten Stadt, deren Bewohner immer, wenn sie mich finden, nach mir schnappen. Aber jeder, der mir begegnet, bittet mich um dieses oder jenes, das ich in Wirklichkeit gar nicht besitze, sondern das ich den Händen von Räubern, den Mäulern von Ratten und den Reißzähnen von Hunden entrissen und unter die Bewohner der Stadt verteilt habe als Wohltäter, der aus der Wüste kam."
Er deutet Angst vor einem Attentat an: "Ich sagte euch, der Tod ist nicht immer mutig, und nicht in jeder Situation sucht er den offenen Kampf. Zuweilen ist er auch feige und sticht von hinten zu." Und: "Er ist ein verbissener Feind. Keinen Waffenstillstand gibt es mit ihm."
Sehr klar und deutlich spricht er auch vom Abschiednehmen: "Deshalb habe ich selbst beschlossen, in die Hölle zu fliehen. Ihr habt versucht, mich und meine Seele zu trennen. Aber durch meine Flucht in die Hölle habe ich euch meine Seele entrissen."
Es sei gar nicht so schlimm in der Hölle, erzählt Muammar al-Gaddafi. Er könne sich nach seinen ersten Erfahrungen vorstellen, die Zeit dort sogar zu genießen. Bleibt nur zu hoffen für die Profiler, für seine Landsleute und für die ganze Welt: dass er nicht mehr viele mitnimmt auf seine Reise ins Reich der ewigen Finsternis. ◆
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