Dienstag, 13. September 2011

Logbucheintrag 108

16. September 2011


 Sperma  (altgr. σπέρμαspérma, „Keim, Same“) 

Das im Ejakulat auch befindliche Spermin gibt dem menschlichen Sperma in der Regel einen charakteristischen Geruch und Geschmack, etwa den von weißem Moschus oder Kastanienblüten, welcher jedoch durch bestimmte aromareiche Nahrungsmittel oder Getränke mehr oder minder deutlich verändert werden kann. Spermien in flüssigem Samenplasma außerhalb des Körpers können bis zu zwölf Stunden überleben, wenn jedoch Sperma auf ein Handtuch, Zellstoff oder ähnliches gelangt und dort an der Luft trocknet, hat es nur eine Überlebenszeitspanne von wenigen Minuten.
Im Schnitt beträgt das Volumen eines menschlichen Samenergusses 2 bis 6 ml, wobei 1 ml durchschnittlich 20 bis 150 Millionen Spermien enthält (vgl. beim Hengst 200-300 Mio.). Das sind 0,5 % des gesamten Ejakulats – der Rest ist Samenflüssigkeit.
Die Samenflüssigkeit ist zudem meist leicht salz- und proteinhaltig (durch die Spermien) und enthält DopaminNoradrenalinTyrosin, die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin sowie verschiedene ÖstrogenePheromone (Geruchsstoffe), β-Endorphin und als Hauptbestandteil Wasser.
Beim Erguss steuert die Prostata (Vorsteherdrüse) noch 10–33 % in Form einer dünnflüssigen, milchigen Flüssigkeit bei. Die Kapsel der Prostata zieht sich ebenso wie das Samenbläschen während der Ejakulation zusammen, so dass die Flüssigkeit der beiden Organe vermischt und ausgestoßen wird. Das Sekret der Prostata enthält Ionen (NatriumKaliumZink und MagnesiumCalciumCitrationen,Phosphationen), ein Gerinnungsenzym und Profibrinolysin. Der pH-Wert ist leicht sauer (pH 6,4). Dies ist besonders bedeutsam, da Spermien erst bei einem pH-Wert von 6,0 bis 6,5 optimal beweglich werden. Weiterhin ist PSA (Prostataspezifisches Antigen) enthalten, um die Spermien beweglich zu machen. Die Prostata entlässt außerdem weiße Blutkörperchen, verschiedene Granulozyten ins Samenplasma, normalerweise 1 (max. 2) Millionen pro 1 ml. Daher auch die Infektiosität des Spermas (zum Beispiel HIV). Der charakteristische Geruch des Spermas wird durch das gleichfalls von der Prostata bereitgestellte Spermin verursacht.
Es gibt Hinweise darauf, dass Bestandteile der Samenflüssigkeit die Produktion von Zytokinen in der Gebärmutter anregen. Diese begünstigen die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. 
Vorab, ausgelöst durch die Erregung, innerviert der Parasympathikus die Cowperschen Drüsen und regt sie zur Sekretion eines verhältnismäßig kleinen Anteils von 2–5 % klaren Schleims (Präejakulat) an. Das schleimige Sekret dient, neben dem Gleitmitteleffekt, vermutlich vor allem der Neutralisierung von Harnresten, eventuell auch des sauren Scheidenmilieus.
Manche Frauen reagieren mit verschiedenen Allergiesymptomen auf das Sperma ihres Partners.Spermaallergien sind sehr selten und noch wenig erforscht. Die betreffenden Frauen reagieren auf einProtein im Sperma allergisch; die Symptome gleichen denen einer Pollenallergie (Heuschnupfen). Vereinzelte Männer reagieren auf ihr eigenes Sperma allergisch, was erstmals 2002 als Post Orgasmic Illness Syndrom (POIS) beschrieben wurde.

In einem Artikel des New Scientist vom 26. Juni 2002 mit dem Titel Semen acts as an anti-depressant wird über eine Studie von Gordon Gallup von der State University of New York berichtet, in der festgestellt wurde, dass verschiedene Bestandteile des männlichen Samens, unter anderem Hormone wie TestosteronÖstrogen und das follikelstimulierende Hormon Prolactin und verschiedene andere Prostaglandine (Sekrete der Prostata-Drüse) eine anti-depressive, also stimmungsaufhellende Wirkung auf die Frau haben könnten. Bisher wurde lediglich die Aufnahme dieser Stoffe mittels vaginaler Absorption untersucht.
Herkunft des Sperma
Drüse
Anteil
am Ejakulat
Hoden und Nebenhoden
5 %
Samenbläschen
65-75 %
Prostata
10–30 %
Cowpersche Drüsen
2–5 %




Das musste mal gesagt werden......

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