Manchmal steht ein Mensch am Wendepunkt seines Lebens, ausgelöst durch ein besonderes Erlebnis oder eine sehr ernste Krankheit. Dies sind Momente, die radikal ein geordnetes Leben total verändern können. Solche Momente leiten in der Regel einen oder mehrere Denkprozesse ein, sein bisheriges Leben völlig neu zu überdenken.
In der heutigen Zeit, die so schnelllebig geworden ist, die ständig Verlierer und Gewinner selektiert, wo Werte verloren gehen, Sprache und Schrift sich verändern, Menschen all ihre Bindungen verlieren und Familien zerstritten sind. Arbeitslosigkeit, finanzielle Verluste, Insolvenz und Wirtschaftskrise bestimmen unseren Alltag. Unsere Lebenspyramiden bewegen sich sehr oft nur auf den 2 untersten Stufen. Der Verlust von Grundwerten lässt uns oft zweifeln, wir stellen unser Leben in Frage. Kinder leben zwischen Vater und Mutter, anstatt in einer intakten Familie. Verheiratet zu sein ist heute schon fast ein Fehler. Junge Leute leben ohne sich zu binden, der Computer ersetzt allzuoft ein Gespräch, gelesen wird nur selten und wer kann heute noch drei Zahlen im Kopf zusammen rechnen. Fastfood und Alkohol bestimmen unser Wohlbefinden. Das Leben ist nur schön am Ballermann. Sex und Drogen sind Kernthemen unserer Jugend. Gewalt bestimmt unseren Alltag. Manchmal möchte man nur schreien. Tränen können kaum trocknen. Wohlbefinden finden wir kurzfristig im Urlaub, wir belügen unseren Geist, nur zu oft ist die Sonnenbank auch dafür noch ein Ersatz. Wahre, echte Freunde ist selten und Arbeit dient nur noch zu Lebenserhaltung. Politik macht verdrossen, christliche Wärme rückt in den Hintergrund, Autofahren ist oft nur Qual, Stress dikiert unseren Alltag.
Wie glücklich muss Jemand sein, der all dies hinter sich lassen kann, der umdenkt, für den neue Werte in den Mittelpunkt rücken und der sein Leben komplett ändern kann. Hinein in den neuen, zweiten Lebensabschnitt, in den letzten Zeitraum, im völligen Wohlbefinden bis hin zum Tod.
Nicht das ich falsch verstanden werde, es geht hier nicht um eine Mitlife-Krise, um ein Aussteigermodell oder wegen Reichtum oder Langweile Veränderung zu planen, mache ich mal etwas anderes und schon gar nicht ... der Weg ist das Ziel. Keine schwere Kost und kein neues Erfahrungsmodel.
Nein, ich möchte in Ruhe alt werden, ohne mir Gedanken machen zu müssen, welche Kravatte ich heute anziehe, mir morgen ein neues Auto kaufen muss, mir meine Arbeit keinen Spaß mehr macht oder ich nicht weiß, wie ich mit Hartz IV durch den nächsten Monat komme. Es ist auch nicht der Wunsch auszuwandern, dafür ist es zu spät.
Heraus gekommen ist ein Bussinessplan für mein Restleben. Ein Restlebensplan, ein Lebens- und Arbeitsmodell. Es geht nicht um Bewusstseinserweiterung, Esoterik oder Hexenkult.
Mein Denkprozess dauerte fast 2 Jahre, so ist all dies wohl durchdacht und bildet ein komplettes neues und vielleicht einmaliges Arbeits- und Lebenskonzept. Es beinhaltet einen Leitgedanken:
Leben im Einklang mit der Natur!
Alles wahr, alles witzig, solange es nicht dir passiert … es ist in Deinem Kopf...jeden Tag
Freitag, 9. September 2011
Logbucheintrag 101
9. September 2011
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